Auch der Wald in Güglingen leidet unter der Trockenheit

Martin Rüther , stellvertetender Leiter des Forstamts Heilbronn, ein engagierter und begnadeter Redner, erläutert, dass die Situation des Güglinger Waldes nicht so dramatisch sei, da er als Mischwald gut aufgestellt sei.
Bei einem Waldbegang mit Martin Rütheram Reisenberg im Sommer zeigte sich allerdings auch dort ein äußerst trockener Waldstandort, in dem Baumschäden deutlich auftreten. Bezweifeln muss man dass die Niederschläge „im regenreichern Sommer 2019“ dem Wald gut getan haben. In Eppingen waren die Niederschläge deutlich höher als in Güglingen. Und im Reisenberg sieht man Buchenschäden, die Rußrindenkrankheit des Bergahorns und natürlich sieht es besser aus als im Fichtenforst, denn dieser wäre am Reisenberg sicher ein Totalausfall. „Bei Inhalation können die Pilzsporen schwere Entzündungen der Lungenbläschen auslösen, die von Reizhusten, Fieber, Atemnot und Schüttelfrost begleitet sind.“ Wikipedia: Rußrindenkrankheit
Von Entwarnung kann nicht gesprochen werden und die Werbung für Holzbauweise ist verständlich, allerdings ist die Klimawirkung im Vergleich zu sich entwickelnden naturbelassenen Wäldern auch unter den Fachleuten höchst umstritten.

StromBer Rußrindenkrankheit Wikipedia

„Als einigermaßen klimastabil erweist sich derzeit nur die Eiche“, gleichwohl ist auch sie von Krankheiten nicht verschont, und sie leide unter dem Eichenprozessionsspinner sowie dem Schwammspinner, so Martin Rüther.
Die Bürger-Union unterstützt die Bildung von Waldrefugiumsflächen und auch Habitatbäumen. Eine Fläche von 4,4 ha im Güglinger Stadtwald werden als Waldrefugium auszuweisen. Das bedeutet, dass diese „dauerhaft“ (Verpflichtung von 25 Jahren) aus der Nutzung genommen werden.

Vorschlag der Bürger-Union: Weitere Waldrefugien zu schaffen, und die 5 % des Stadtwaldes für Waldrefugien zu nutzen, die momentan maximal genehmigungsfähig sind. Die Förster sagten weitere Vorschläge zu und sicherten dem Gemeinderat auch eine Waldbegehung zu. Dieser Vorschlag von Ulrich Scheerle, FUW fand breite Unterstützung.

Ökopunkte

Den Ankauf von Ökopunkten sieht die Bürger-Union kritisch. Sie erwartet die notwendigen Ökopunkte für Maßnahmen wie beispielsweise Baugebietserweiterungen, durch eigene Ausgleichsmaßnahmen zu schaffen. Die Firma Layher hat zugesichert, ihren Flächenverbrauch in Langwiesen durch Maßnahmen vor Ort auszugleichen, und den Ausgleich nicht durch den bundesweiten Kauf von Ökopunkten zu realisieren.
Joachim Esenwein bezeichnete den Handel mit Ökopunkten als „modernen Ablaßhandel“. Dies gilt v.a. auch, weil bereits neu angelegte Streuobstwiesen zu beträchtliche Ökopunkten führen und deren Kauf durch eine Gemeinde fürstlich entlohnt werden. Dabei werden die guten ökologischen Wirkungen erst nach und nach erzielt werden.

Allenfalls könnte man sich solche Käufe auf der eigenen Gemarkung vorstellen. Deshalb stimmte die Bürger-Union nicht generell gegen den Kauf von Ökopunkten. Ihre Rätin und Räte ließen es sich gleichzeitig offen, in konkreten Fällen gegen den Kauf zu stimmen. Die BU-Vorschläge liegen auf dem Tisch:
– Ausweitung der Waldrefugien
Mit den aktuell geplanten könnten 175000 Ökopunkte erzielt werden.
– Erweiterung der Zaberrenaturiereng
Diese Erweiterung brächte einen deutlich höhere Ökopunktsumme.
– Die Ausweitung von Waldflächen wären ebenfalls unterstützenswerte Vorhaben, die das Ökokonto aufbessern könnten. …

Ökopunktekritik – Interessante Links

https://www.tagesschau.de/investigativ/report-mainz/oekokonto-101.html

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