Mietwohnungsbau fehlt, aber für die Stadt ist er zu teuer. Deutscher Hof 21: Wohnungen müssen an den Markt gebracht werden

Frauenzimmern, Bahnhofstraße

Unsere Vorschläge liegen auf dem Tisch.
Von Anfang an wollten wir die Wohnungen im Deutschen Hof 21 verkaufen.
Unser Ziel: Aus den alten Baugebieten Senioren in die Stadtmitte bringen, die ihre Häuser verkaufen und in die seniorengerecht gebauten Wohnungen des DH 21 einziehen.

Vorteil: Ihre Häuser stehen ohne neuen Flächenverbrauch dem Markt zur Verfügung. Die Straßen sind erschlossen, Kanal für Wasser und Abwasser sind gebaut, die Straßenbeleuchtung funktioniert, d.h. die Infrastruktur ist gerichtet und für Familien sind die Häuser in den Wohngebieten ideal. Es entsteht eine win-win-Situation.

Unser Antrag: Mietwohnungen sind nötig, das können andere besser

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Heckmann,

die Einwohnerzahl in Güglingen ist auf über 6300 Einwohner gestiegen. Die Planungen der Stadtentwicklung Güglingen 2030 haben als angestrebtes Ziel 6400 aus der Bürgerbeteiligung heraus formuliert. Die Infrastruktur, v.a. der Kindertagesstätten, hinkt hinter dem Bedarf her. Gleichzeitig ist in der aktuellen Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft einer Bestandsaufnahme der Bautätigkeit erkannt, dass v.a. in den Städten zu wenig gebaut wird. In Stuttgart würden nur 56 Prozent der nötigen Wohnungen gebaut, bei unserem Besuch in Heilbronn forderte OB Mergel mehr Geschosswohnungsbau in den Kommunen des Landkreises.
Beklagt wird in der Studie ungenügendes Flächenmanagement in den ländlichen Kommunen. Güglingen muss diese Entwicklung noch sichtbar entwickeln. Die Strukturierung des Prozesses erfolgt noch nicht.  Eines aber wird immer klarer erkennbar. Um attraktiv zu bleiben, müssen wir Zeit für Infrastrukturmaßnahmen bekommen. Jedes neue Baugebiet frisst Fläche und behindert die Reaktivierung der innerstädtischen Potentiale. In Güglingen, Eibensbach und Frauenzimmern gibt es Leerstände und innerörtliche Bauplätze in erheblichem Ausmaß, die mobilisiert werden müssen. Unser Augenmerk muss sich hierauf richten. Die Ortsteile wurden in den letzten Jahren auch hierin vernachlässigt.
Die Bürger-Union greift ihre Ideen zum Mietwohnungsbau aus dem Wahlkampf auf. Die Mietwohnungslage in Güglingen mit bezahlbaren Wohnungen ist höchst unbefriedigend. Es ist dringend nötig in Güglingen, mehr Mietwohnungen mit bezahlbaren Wohnraummieten zu bauen.
Für die Schaffung bezahlbaren Wohnraums, der auch nach Fertigstellung eine kompetente Betreuung erfährt, eignen sich besonders Wohnbaugenossenschaften.

Die Stadt ist im Besitz mehrere interessanter und geeigneter Objekte und Flächen.

Die Bürger-Union stellt den Antrag, dass Bürgermeister Heckmann ein Bau- und Sanierungspaket anbietet:
– Sanierung des „Kurzgebäudes“, als  weiterer Anker des historischen Stadtbildes
– Abriss des Gebäudes Heilbronner Straße 4 und Neubebauung
– Mehrfamilienhaus Planung in der Bahnhofstraße in Frauenzimmern

Wir wünschen uns den Kontakt mi einer Wohnbaugenossenschaft und schlagen vor, Gespräche mit der Heimstättengemeinschaft Neckarsulm-Heilbronn e.G. über deren Interesse  zu führen. Die Genossenschaft ist im Landkreis erfolgreich aktiv. Zusammen mit der Stadtverwaltung in Bad Wimpfen war sie erfolgreich in der Sanierung tätig, und es wurden in Bad Wimpfen attraktive Lösungen gefunden.
Die Heimstättengemeinschaft ist ebenso aufgrund ihres aktuellen modularen Musterhauses interessant. Es ermöglicht kostengünstigen Metwohnungsbau. Diese Projekte werden in Neckarsulm und Heilbronn bereits gebaut und in Neckarsulm 2019 fertiggestellt.

Die Bürger-Union stellt den Antrag mit der Heimstättengemeinschaft Neckarsulm-Heilbronn e.G. Gespräche über ein Engagement in Güglingen mit dem Schwerpunkt bezahlbarer Mietwohnungsbau zu führen.

Dem Bürgermeister bleibt freie Hand, darüber hinaus auch andere Investoren zu finden, die im Sinne der Stadtentwicklung Interesse an einem Investment mit bezahlbarem Mietwohnungsraum haben. Das langfristige Engagement für den bezahlbaren Mietwohnungsbau muss für den potentiellen Investor im Vordergrund stehen.

Mit freundlichen Grüßen
Stadträtin und Stadträte der Bürger-Union

Mit dem Verkauf der Immobilien und Flächen kann die Stadt dem Haushalt dringend nötige Einnahmen zuführen. Gleichzeitig entstehen dringend benötigte Mietwohnungen.

Im DH21 muss die Einsicht für den Verkauf noch wachsen

Noch viel Arbeit kommt auf den Gemeinderat zu, zum Wohl der Stadt heißt allerdings auch mutige Entscheidungen zur Infrastruktur und zur Sanierung des Haushaltszu treffen.

Bisher sehen wir noch keine Mehrheit für den Verkauf der Wohnungen im DH21. Im Rückblick war es falsch, das Mietbauprojekt DH21 der GEWO abzunehmen. Die Fraktion mit den meisten Sitzen (FUW) tut sich schwer, den Fehler einzugestehen. Durch den Verkauf von Wohnungen ist ein notwendiger Schritt zur Sanierung des Haushaltes.
Gut war zumindest, dass die Stadtsiedlung von HN den Prozess moderiert und begleitet hat. Das hat, trotz der hohen Kosten, den Dampf noch einigermaßen im Topf gelassen, auf dem Haushalt ist der Deckel allerdings abgesprengt.

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